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Seine wissenschaftliche Lebensarbeit habe „im Dienste nationalsozialistischen Denkens“ gestanden. Mit dieser Begründung entzog die Uni Salzburg jetzt postum dem Nobelpreisträger Konrad Lorenz die Ehrendoktorwürde.[/b]

Die Universität Salzburg hat dem österreichischen Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz posthum die Ehrendoktorwürde aberkannt. Die Universität begründet den Entzug mit dessen Aufnahmegesuch an die NSDAP aus dem Jahr 1938. Seine „ganze wissenschaftliche Lebensarbeit“ stehe „im Dienste nationalsozialistischen Denkens“, schreibt Lorenz in dem Antrag. Er habe „erfolgreiche Werbetätigkeit entfaltet“ und Studenten zum „Nationalsozialismus bekehrt“. Daneben stützt sich die Aberkennung auf eine Publikation von 1940, in der sich Lorenz für Ausmerzung und Auslese aus rassenhygienischen Gründen ausspricht. Neben Lorenz wurde auch dem deutschen Juristen und früheren SS-Obersturmführer Wolfgang Hefermehl die Ehrendoktorwürde aberkannt.
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