[b]
Nach Lehrbuchmeinung ist der Homo habilis vor 1,5 Millionen Jahren ausgestorben. Bis nun ein mysteriöser Knochen auftauchte.[/b]

Es ist, wie so oft, nur ein einzelner Knochen, der Anthropologen in Aufruhr bringt. In diesem Fall ist es sogar nur ein halber Oberschenkelknochen. Er stammt aus der Maludong-Höhle in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas. Das Fundstück ist nur 14 000 Jahre alt. Aber seine Form passt nicht zu einem Steinzeitmenschen der Gattung Homo sapiens, sondern ähnelt eher der einer Frühmenschenart, die nach bisheriger Lehrmeinung zu jener Zeit längst ausgestorben gewesen sein müsste.

Sollten Vertreter der Gattung Homo habilis (oder auch Homo erectus), die nach gängiger Sicht vor etwa 1,5 Millionen Jahren von der Erde verschwanden, bis zum Ende der jüngsten Eiszeit überlebt haben? Das mutmaßen chinesische und australische Paläontologen in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Plos One. Das wäre umso erstaunlicher, als alle anderen Menschenarten wie die Neandertaler oder die Denisova-Menschen aus dem südlichen Sibirien spätestens vor 30 000 Jahren verschwanden. Der moderne Mensch habe sie vertrieben, so die gängige Sicht.
Weiterlesen »