[b]
Unmittelbare Nachbarn in der Pfalz, die noch heute Welten trennen: Im evangelischen Darstein stimmten 1930 alle für Hitler. Das katholische Hauenstein hatte selbst im März 1933 die wenigsten NSDAP-Wähler. [/b]

[img]http://img.welt.de/img/politik/crop101193837/1470717012-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/nazidorf-DW-Politik-Berlin.jpg[/img]

Geahnt hat er es längst. Immer wieder, seit seiner Schulzeit, ist es dem 24-Jährigen in der Gegend zu Ohren gekommen. "Ich hab es aber nur woanders gehört, nie bei uns im Dorf", sagt Dominic Stoffel aus Darstein in der Südpfalz, "bei uns ist das eher ein Tabu-Thema." Jetzt, aus einem soeben erschienenen Buch, hat er dann das ganze Ausmaß erfahren, wie es damals war in seinem Ort, am Ende der Weimarer Republik, mit dem heraufdämmernden Faschismus.

Darstein war in jener Zeit der Stolz Adolf Hitlers, kurz nach seiner Machtübernahme wurde das ganze Dorf sogar als Ehrenmitglied in die NSDAP aufgenommen, eine Besonderheit selbst im "Tausendjährigen Reich".
Weiterlesen »