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Der Nazi-Verbrecher Heinrich Müller galt seit 1945 als verschollen. Nun scheint klar: Der Holocaust-Mitorganisator wurde auf einem jüdischen Friedhof in Berlin beerdigt.[/b]

Diesen Fund hat Johannes Tuchel eher zufällig gemacht. Der Historiker beschäftigte sich mit einer Mordaktion an Widerstandskämpfern 1945 in einem Berliner Gefängnis, die von Gestapo-Chef Heinrich Müller geleitet wurde. Dabei stieß Tuchel auf das noch immer ungeklärte Schicksal des Nazi-Verbrechers. Es gibt bislang kein offizielles Todesdatum für Müller, der Gestapo-Chef galt seit dem 29. April 1945 als verschollen. Das interessierte Tuchel, er recherchierte und ist sich nach Archivfunden nun sicher: Müller starb am Ende des Krieges und seine Überreste sind ausgerechnet auf einem jüdischen Friedhof in Berlin begraben.
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