Der polnische Patriot und Kavallerie-Offizier Witold Pilecki ließ sich freiwillig ins KZ Auschwitz einliefern. 70 Jahre nach seiner Flucht erscheint sein Bericht darüber erstmals auf Deutsch.

Der Tod am Strang kann ein echter Fortschritt sein. Allerdings nur, wenn die Alternative etwa das Totprügeln ist oder einen Pfahl buchstäblich in die Eingeweide gerammt zu bekommen.

Natürlich ist ein Ort, an dem das Aufknüpfen eines wieder eingefangenen Flüchtlings schon eine "Verbesserung" darstellt, nichts anderes als die Hölle auf Erden. Freiwillig begibt sich niemand an einen solchen Ort. Genauer: fast niemand – denn Witold Pilecki hat es getan und sich 945 Tage lang in Auschwitz einsperren lassen.

Jetzt, 70 Jahre nach seiner Flucht Ende April 1943, ist sein Bericht über den mörderischen Alltag im größten aller NS-Konzentrationslager erstmals auf Deutsch erschienen. Es ist ein, trotz oder gerade wegen seines abgehackten, oft erratischen Stils, erschütterndes Dokument.
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