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Die deutsche Erlöserkirche in Jerusalem wartet mit einem Archäologiepark auf. Im Unterbau des Kirchenschiffs ist Gestein bis in die Zeiten Herodes zu sehen.[/b]

Für Jerusalemer Verhältnisse ist die 114 Jahre alte Erlöserkirche ein junges Teil. Eingeweiht wurde sie am 31. Oktober 1898, dem evangelischen Reformationstag, noch vom deutschen Kaiser, Wilhelm II, persönlich. Er wollte den Protestanten einen eigenen Platz an „heiliger Stätte“ geben, schon um sie enger an den preußischen Thron zu binden. Aber im Vergleich zur benachbarten Grabeskirche mit ihrer tausendjährigen Geschichte, wo ein halbes Dutzend Konfessionen unnachgiebig auf angestammte Rechte pochen, ist die Erlöserkirche in Jerusalems Altstadt ein Spätkömmling. Auf geschichtsträchtigem Grund steht allerdings auch sie – und das sogar auf archäologisch tiefschürfend erforschtem.
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