Bei Drainagearbeiten kommen Überbleibsel aus dem Mittelalter zum Vorschein. Inzwischen ist klar, um welches Kloster es sich handelt und wer es stiftete - Franziskaner-Mönche sind gerührt.


Archäologen haben in der Hamburger Innenstadt wichtige Spuren zur mittelalterlichen Siedlungsgeschichte der Hansestadt entdeckt. Unter der Handelskammer fanden sie Reste eines im 13. Jahrhundert erbauten Klosters. Am Mittwoch wurden die Grabungsfunde des Klosters St. Maria Magdalenen präsentiert.

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Grabungsleiter Mustafa Altun und eine Mitarbeiterin bei freigelegten Relikten im Kellerraum der Handelskammer in Hamburg

Weil im Juni vergangenen Jahres die Kellerräume der Handelskammer bei Regen vollgelaufen waren, wurden dort Drainagearbeiten durchgeführt. Dabei wurden Knochen entdeckt. Die Archäologen fanden auch Reste der hölzernen Pfahlgründung der Klosterfundamente.

Das Franziskanerkloster hatte Graf Adolph IV. von Schauenburg und Holstein nach seinem Sieg über die Dänen in der Schlacht von Bornhoeved 1231 gestiftet und dort selbst als Mönch gelebt. Später wurde das Kloster als Stift für höhere Töchter und die Bettelordenskirche als protestantisches Gotteshaus genutzt.
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