Von "spätrömischer Dekadenz" sprach FDP-Chef Westerwelle im Zusammenhang mit seinen Vorstellungen über Hartz-IV-Empfänger. Wie war das damals wirklich in Rom der Spätantike?


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Man war reich und man zeigte es: Das Bild "Les Romains de la décadence" von Thomas Couture (1844) zeigt den Luxus und die Dekadenz Roms

Der Zusammenbruch des römischen Imperiums hatte viele Ursachen. Der unmittelbare Auslöser war die Völkerwanderung: Die Hunnen drangen aus Asien nach Ostmitteleuropa ein. Andere Völker zogen daraufhin nach Westen und Süden und bedrängten wiederum das Römische Reich.

Seit 395 war das Reich in West- und Ost-Rom geteilt, die sich zwar als ein Imperium verstanden, aber von zwei Kaisern beherrscht wurden. Ost-Rom hielt den andrängenden Völkern stand, unter anderem, weil diese das stark befestigte und strategisch entscheidende Konstantinopel an der Pforte zu Kleinasien nie erobern konnten; es stand aber zu sehr unter Druck, um der westlichen Reichshälfte beistehen zu können.
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