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Es war das schlimmste Chemieunglück in der Geschichte. 25 Jahre nach der Giftkatastrophe im indischen Bhopal leiden noch Zehntausende. Die Schuldigen wurden nie bestraft.[/b]

Die tödliche Wolke kommt im Dunkeln. Seit kurz nach Mitternacht entweichen in der Nacht zum 3. Dezember 1984 stundenlang fast 40 Tonnen Gift aus der Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide im indischen Bhopal. Die Fabrik liegt mitten im Armutsviertel der zentralindischen Stadt. Das Giftgas verätzt die Haut, die Augen, die Lungen, innere Organe, die Schleimhäute. Allein in den ersten drei Tagen nach dem Unglück sterben rund 8000 Menschen.

"Um 1.20 Uhr in der Nacht war auf einmal Panik. Menschen schrien. Meine Lungen brannten wie Feuer, meine Augen schwollen zu. Ich packte zwei meiner Kinder und rannte los. Dann brach ich bewusstlos zusammen." So erinnert sich Mohammed Sultan an das Unglück, 25 Jahre nach dem schlimmsten Chemieunglück der Geschichte.
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